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Kindeswohlgefährdung hat viele Gesichter: körperliche oder sexuelle Gewalt, Vernachlässigung oder psychische Verletzungen. Wie erkenne ich, wenn ein Kind Gewalt erlebt hat? Wie kann ich Risiken identifizieren, einschätzen und Präventivmaßnahmen ergreifen? Wie gehe ich mit Verdachtsfällen um und welche Schutzmöglichkeiten bietet das deutsche Rechtssystem?

Unsere Schulung klärt auf und stärkt die Kompetenzen für den Umgang mit den betroffenen Mädchen und Jungen. Die Teilnehmenden lernen in den Schulungen schrittweise ein umfassendes Schutzkonzept zu erarbeiten. Die unterschiedlichen Formen von körperlicher und psychischer Gewalt werden vorgestellt – und mögliche Anzeichen dafür. Ebenso lernen sie, Risiken zu identifizieren und einzuschätzen und erarbeiten Präventivmaßnahmen. Weitere Schwerpunkte sind der Umgang mit Verdachtsfällen sowie der Opferschutz im Kontext des deutschen Rechtssystems.

Die Schulung gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Module.

Modul 1: Formen von Gewalt und deren Folgen verstehen

Lerneinheit 1: Einführung
• Unterschiede im Verständnis von Kindheit
• Trauma und posttraumatische Belastungsstörung
• Verschiedene Haltungen gegenüber Kindern
Lerneinheit 2: Verständnis von Kindeswohlgefährdung und Formen von Gewalt
• Begriffsbestimmung Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
• Grenzverletzung und Grenzüberschreitung und Formen von Gewalt
• Täterprofile und -strategiet
•
Kinderschutz-Schulungen und Erarbeitung von Schutzkonzepten

 

Modul 2: Risiken erkennen und präventiv handeln

Lerneinheit 1: Risiken, Anzeichen und Folgen von Kindeswohlgefährdung
• Identifizierung von Gefährdungspotentialen und Analyse von Risiken
• Anzeichen von Kindeswohlgefährdung
• Folgen von Kindeswohlgefährdung und Auswirkungen auf Kinder
Lerneinheit 2: Präventivmaßnahmen
• Infrastrukturelle und personelle Maßnahmen zum Schutz von Kindern
• Verhaltensgrundsätze für Erwachsene und Präventionsgrundsätze für Kinder
• Umgang und Kommunikation mit Kindern


Modul 3: Mit Verdachtsfällen umgehen

Lerneinheit 1: Fallmanagement
• Rechtlicher Rahmen und rechtliche Konsequenzen
• Akteure im Kinderschutzsystem und lokale Ansprechpartner
• Verfahrenswege für die Meldung von Verdachtsfällen und Hilfe für das Opfer
Lerneinheit 2: Verhalten bei Verdachtsfällen
• Kultur des Schweigens
• Erschwerende Faktoren für die Meldung von Kindeswohlgefährdung
• Leitlinien für das Verhalten gegenüber dem Opfer und des Verdächtigen
Lerneinheit 3: Reflektion und praktische Umsetzung
• Reflektion des Gelernten und Klärung offener Fragen
• Erarbeitung von Kinderschutz-Maßnahmen im Wirkungsbereich der Teilnehmenden


Modul 4: Ein Kinderschutzkonzept entwickeln

Lerneinheit 1: Einführung Schutzkonzept
• Was ist ein Schutzkonzept?
• Ziel und Mehrwert eines Schutzkonzepts
Lerneinheit 2: Elemente eines Schutzkonzepts
• Aufbau eines Schutzkonzepts
• Risikoanalyse
• Bestandteile eines Schutzkonzepts
• Partizipation von Kindern
Lerneinheit 3: Bestandsaufnahme und Analyse
• Instrument zur Selbstbeurteilung
• Potenzialanalyse
• Lücken erkennen: Was fehlt noch?
• Priorisierung
Lerneinheit 4: Umsetzung in die Praxis
• Verabredungen und Verbleibe
• Aktionsplan
• Prozess für die Umsetzung

 

Zielgruppe: Ehrenamtliche, Jugendleiter:innen
Referent:innen: Dorothee Stoll
Samstag und Sonntag Zeit: 9:00 -16:00 Uhr

Kostenlos. Hier geht’s zur Anmeldung. Anmeldeschluss: 13.10.23, 12 Uhr

Eine Veranstaltung des Stadtjugendring Heidelberg e.V.. Durchgeführt von dem Kindernothilfe e.V..

Symbol PKW Stellplatz für Menschen mit Behinderung/Beeinträchtigung Symbol Barrierefreie ToiletteSymbol Rollstuhlgerechter Zgang

 

Wird weitere Unterstützung zur barrierefreien Teilnahme benötigt melde dich bitte bei:
Selina Armbruster
E-Mail: armbruster@sjr-hd.de | Tel.: 06221/6740672