Wichtige Säule einer lebendigen Partnerschaft

Stadtjugendring organisiert größtes Austauschprogramm Heidelbergs mit einer Partnerstadt. Rund 120 französische Jugendliche aus Montpellier für eine Woche in Gastfamilien untergebracht.

Der Besuch von knapp 120 Jugendlichen aus der französischen Partnerstadt Montpellier in Heidelberg (14. – 20.4.) war ein voller Erfolg. Insgesamt knapp 240 Jugendliche aus beiden Ländern zeigten, wie lebendig und wichtig die Städtepartnerschaft für das gegenseitige Verständnis ist. Zum Programm gehörten u. a. ein Besuch im Technikmuseum Mannheim, ein Ausflug zum Vergnügungspark Tripsdrill und ein gemeinsamer Workshop-Tag. Organisiert wurde der Jugendaustausch vom Stadtjugendring Heidelberg e. V. und dem französischen Partnerverein Cofsec. Das Austauschprogramm mit der französischen Partnerstadt fand in diesem Jahr zum 38. Mal statt.

Hoch her ging es am Montag (16.4.) bei der offiziellen Willkommensfeier im Haus am Harbigweg. In Vertretung des Oberbürgermeisters, begrüßte Stadträtin Simone Schenk die Gäste in Heidelberg. Tina Rodenas, Präsidentin des Cofsec (Partnerverein in Montpellier) dankte den Gasteltern für die herzliche Aufnahme der französischen Jugendlichen. Im Anschluss begeisterten die Artisten des Circus Peperoni mit ihren Showkünsten; der Taiko-Kurs des Stadtjugendrings gab einen Einblick in die spektakuläre japanische Trommelkunst.

„Der Jugendaustausch ist eine wichtige Säule der sehr lebendigen Städtepartnerschaft zwischen Heidelberg und Montpellier“, äußerte sich Steffen Wörner, Geschäftsführer des Stadtjugendring Heidelberg e. V. „Nach über 50 Jahren Partnerschaft bestehen Verbindungen in vielen Bereichen des städtischen Lebens – diese wollen gepflegt werden. Unser Dank gilt auch den Heidelberger Vereinen, die sich aktiv in die Planung eingebracht haben.“ Der Jugendaustausch mit Montpellier ist das größte Austauschprogramm Heidelbergs mit einer Partnerstadt.

Gemeinsam mit ihren Austauschpartnern hatten die französischen Gäste die Gelegenheit, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten hautnah zu erleben. Für gute Laune sorgten Ausflüge ins Technikmuseum Mannheim und in den Vergnügungspark Tripsdrill. Auch der Workshop-Tag im Haus am Harbigweg war ein voller Erfolg: Graffiti, Tanzen, Klettern, Zirkus, Taiko trommeln – einen Tag lang durften die Jugendlichen aus beiden Ländern sich gemeinsam ausprobieren und neue Fertigkeiten erlernen.

Improvisation war gefragt, als nach einer Wanderung vom Dilsberg nach Neckarsteinach das angefragte Schiff wegen eines Schleuendefekts nicht fahren konnte. Statt auf dem Neckar ging es schließlich mit dem Bus zurück nach Heidelberg. Für das Team des Stadtjugendrings kein Grund zur Aufregung: „Der Jugendaustausch mit Montpellier findet jetzt schon zum 38. Mal statt. Von kleinen Änderungen im Ablauf lassen wir uns da nicht aus der Ruhe bringen. Wichtig ist, dass wir für jedes Problem eine schnelle Lösung finden.“

Innerhalb weniger Tage wurden nicht nur zwischen den Jugendlichen neue Freundschaften geknüpft: „Einige Gasteltern haben bereits ernsthaft über eine Adoption Ihres Austauschkindes nachgedacht“, verrät Sara Mühl vom Stadtjugendring mit einem Augenzwinkern und ergänzt: „Da dürften die französischen Eltern aber etwas dagegen haben.“

Entsprechend ausgelassen war die Stimmung beim Abschlussabend im Bürgerhaus HeidelBERG (Emmertsgrund): Nach dem gemeinsamen Abendessen fand eine riesige Macarena-Parade statt. Ein Wiedersehen der Jugendlichen gibt es 2019 beim Gegenbesuch in Montpellier.