Willkommen im Heidelberger Netzwerk gegen sexuelle Gewalt!

Volker Schuld und Reiner Greulich (v.l.) referierten

Volker Schuld und Reiner Greulich (v.l.) referierten

„Wo beginnt sexuelle Gewalt?“ – mit dieser Frage brachte Volker Schuld vom Kinderschutz Zentrum Heidelberg die Zuhörer/innen ins Grübeln. Und beschrieb dann einen fiktiven Fall, der klar machte, wie fließend die Grenzen in diesem Bereich sind. Umso wichtiger ist es, möglichst offen über das Thema zu sprechen und die eigenen Gefühle ernst zu nehmen. Denn „unsere Gefühle sind unsere Alarmanlage“, so Schuld – wer auf das Bauchgefühl hört, erkennt Übergriffe eher als solche.

Das Fachforum „Der Verein als sicherer Ort für Kinder und Jugendliche“ am Abend des 30. April bot Gelegenheit, sich intensiver über die Hintergründe und Erscheinungsformen sexueller Gewalt zu informieren. Neben Volker Schuld sprachen auch Reiner Greulich von der Kriminalprävention Mannheim und Philipp Schrage von der Projektstelle „Kein Missbrauch“ .  So konnten die Zuhörer/innen gleich drei Perspektiven auf das Thema erleben: Mit Fokus auf Präventionsinstrumente, auf Strafverfolgung und auf psychologische Intervention und Beratung.

Schnell wurde klar, dass Heidelberg über ein gut aufgestelltes Netzwerk gegen sexuelle Gewalt verfügt, zu dem auch weitere Einrichtungen wie der Frauennotruf, fairmann e.V. oder profamilia gehören. Jede Einrichtung ist dabei Experte für einen bestimmten Bereich, kann aber durch die guten Kontakte zu den anderen Einrichtungen zielgerichtet weiterleiten.

Was das Kinderschutz Zentrum und die Kriminalprävention leisten können, stellten Herr Schuld und Herr Greulich in ihrem Vortrag anschaulich dar (PPT Schuld Greulich sexuelle Gewalt). Welche Hilfestellungen die Projektstelle „Kein Missbrauch“ den Vereinen in Heidelberg gibt, wurde aus Herrn Schrages Präsentation ersichtlich (PPT Schrage sexuelle Gewalt & Impulsvortrag Prävention im Verein).

Allen Anwesenden sei herzlich für ihr Kommen gedankt!