Präventionspreis Heidelberg

ADFC Jugend und Stadtjugendring gewinnen mit MoFi den 3. Platz beim Heidelberger Präventionspreis.

MoFI – Mobilität schaffen-Fahrrad erleben-Integration erfahren“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtjugendrings Heidelberg in Kooperation mit dem ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg

Mit dem 3. Preis würdigte die Jury das Engagement des Stadtjugendrings Heidelberg in Kooperation mit dem ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg. Stellvertretend für die Jury übergab Frau Isabel Arendt den Preis an Frau Eva Siegmund (ADFC) und Herrn Steffen Wörner (Stadtjugendring).

Im Rahmen des Projekts MoFI (Mobile Fahrrad-Integration) besuchen ehrenamtliche HelferInnen und Mitarbeitende Flüchtlingsunterkünfte und bringen Kindern und Jugendlichen in vier Modulen den sicheren Umgang mit dem Fahrrad, Verständnis für die Fahrradtechnik und die Kenntnis der Verkehrsregeln bei. Den Anstoß für das Projekt gaben Freiwillige im BFD (Bundesfreiwilligendienst) beim ADFC, die in Ihrem Freiwilligenjahr in der Verkehrspädagogik auch geflüchtete Kinder und Jugendlicheerreichen wollten. Sie überzeugten weitere Ehrenamtliche, darunter Schüler und Senioren, zur Mitarbeit. Sämtliche benötigten Materialien werden per Lastenrad und einem selbst entwickelten und gebauten Fahrradanhänger zu den Einsatzstellen transportiert. Die jungen Flüchtlinge werden anschließend eingeladen, kostenlos an den Jugendfreizeiten der ADFC-Jugend teilzunehmen sowie an den regelmäßigen Jugendgruppen, wie Mountainbike- und Rennradtreff, teilzunehmen.


Der erste Baustein des Projekts vermittelt den sicheren Umgang mit dem Rad mit spielerischen Fahrradparcours und Gruppenspielen. Dabei geht es um Geschicklichkeit, Koordination und Gleichgewicht. Kinder, die noch nicht sicher auf dem Rad sind, beginnen zunächst mit Roller oder Pedalo, für Jugendliche werden Rennräder und Mountainbikes bereitgestellt. Das zweite Modul soll das technische Verständnis durch Reparaturtrainings fördern. Dabei wird vor allem Wert auf die grundlegenden Funktionen wie Bremsen, Licht und Bereifung gelegt. Neben „normalen“ Fahrrädern lernen die TeilnehmerInnen auch andere Radtypen wie Tandem oder Liegerad kennen. Im Zentrum des dritten Moduls steht das richtige Verhalten im Straßenverkehr, spielerisch vermittelt mit einem „Schilderwald“, mit Verkehrsmemory und anderen Gruppenspielen.
Als viertes Modul wird nach Möglichkeit ein gemeinsamer Radausflug in die Umgebung unternommen, beispielsweise zum Fußballspielen. Die TeilnehmerInnen lernen die besten Radwege kennen und werden auf gefährliche Stellen im Verkehrsnetz hingewiesen.

Ein wichtiges Prinzip von MoFI ist die Einbeziehung der Eltern. Sie begleiten die Kinder und Jugendlichen (insofern es sich nicht um unbegleitete Minderjährige handelt) und werden ebenso mit Informationen versorgt. Dafür wurden alle Flyer und Spielmaterialien in vier verschiedenen Sprachen erstellt.